Gesellschaft und Politik

Nettoausgaben in und außerhalb von Einrichtungen

Die Ausgaben zur Eingliederungshilfe für behinderte Menschen und  zur ergänzenden Hilfe zur Pflege steigen kontinuierlich an.

Tortendiagramm "Nettoausgaben der Eingliederungshilfe": in Einrichtungen 82%, außerhalb von Einrichtungen 18%

Im Jahr 2013 beliefen sich die Nettoausgaben zur Eingliederungshilfe für behinderte Menschen auf rund 14 Mrd. €.   Davon entfiel lediglich ein Anteil von 18% auf Leistungsempfänger, die außerhalb von Einrichtungen lebten (Quelle: Statistisches Bundesamt, Statistik der Sozialhilfe – Eingliederungshilfe für behinderte Menschen). Dabei machte ihr Anteil an allen Leistungsempfängern 42% aus (siehe Leistung in und außerhalb von Einrichtungen).

Tortendiagramm "Nettoausgaben der Hilfe zur Pflege": in Einrichtungen 74%, außerhalb von Einrichtungen 26%

Bei der Hilfe zur Pflege zeigt sich ein ausgeglicheneres Bild. 26% der Nettoausgaben i.H.v. rund 3,3 Mrd. € im Jahr 2013 entfielen auf Menschen, die außerhalb von Einrichtungen lebten (Quelle: Statistisches Bundesamt, Statistik der Sozialhilfe – Hilfe zur Pflege). Ihr Anteil an allen Hilfe-zur-Pflege-Leistungsempfänger machte 29% aus.

Es zeigt sich, dass ambulante Angebote im Durchschnitt grundsätzlich die günstigere Alternative darstellen. Diese Feststellung trifft im besonderen Maße auf das  Arbeitgebermodell zu, da es in diesem Fall keine Verwaltungsstrukturen gibt, die mit bezahlt werden müssten. Das Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz sieht in ambulanten Angeboten und im besonderen im Arbeitgebermodell zukunftsfähige Modelle, die ein Höchstmaß an Selbstbestimmung garantieren.